Präzisionsrobotik
Ein besonders leichter und kompakter Linearbeschleuniger am Roboterarm erreicht alle Körperregionen optimal.
Heute ermöglichen hochmoderne Präzisionsroboter wie das CyberKnife ermöglichen eine Echtzeitüberwachung und -anpassung Ihrer Therapie. Das bedeutet maximale Effizienz und Sicherheit in der Tumorbehandlung.
In ausgewählten Situationen verschiedener Krebserkrankungen und gutartiger Neubildungen bietet die moderne Radiochirurgie eine zuverlässige, schmerzfreie und schonende Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden.
Die durch Lars Leksell begründete Radiochirurgie ermöglicht eine Präzision, die in der Medizingeschichte oft nur der Chirurgie zugeschrieben wurde. Eine Präzision, die – wie Leksell herausfand – jedoch zum Wohle vieler Patientinnen und Patienten häufig auch ohne Skalpell und Operationsschnitte möglich ist: durch eine technisch innovative und äußerst zielgenaue Bestrahlung.
CyberKnife-Geräte der modernsten Generation kombinieren diese höchste Präzision mit individuell passgenauer Flexibilität – in einem radiochirurgischen Roboter-Behandlungssystem.
Ist Ihre individuelle Situation für die nicht invasive Cyberknife-Therapie geeignet, erfolgt die Behandlung im ERCM ambulant und zeitnah – begleitet von unserem erfahrenen Expertenteam. Die äußerste Präzision unserer Behandlungen mit gezielter Zerstörung erkrankten Gewebes erlaubt eine hohe Tumorkontrolle. Die Erfolgsraten sind mit 90 % und mehr in den meisten Fällen sehr hoch.
Ihre Therapiesitzung dauert durchschnittlich etwa 30 Minuten. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt, eine Anschlussheilbehandlung oder ein Rehabilitationsaufenthalt sind in der Regel nicht erforderlich.
Sie können schnell in Ihren gewohnten Alltag zurückkehren und in den meisten Fällen bisherigen Aktivitäten im Anschluss an Ihre Behandlung wieder nachgehen.
Bei der CyberKnife-Therapie wird das Zielvolumen (gut- oder bösartiger Tumor) aus vielen verschiedenen Einfallrichtungen mit hochenergetischen Lichtwellen, den Photonen, befeuert. Die wirksame Dosis kommt also zentral im erkrankten Gewebe an.
Im darauffolgenden Zeitraum bildet sich der behandelte Tumor zurück. Dies kann wenige Wochen bis einige Monate dauern. Im Verlauf kommt es bei manchen Tumoren dort, wo das erkrankte Gewebe war, zur Narbenbildung.
Die innovative CyberKnife-Technologie ermöglicht die Behandlung selbst unregelmäßig geformter Tumore in empfindlichen Regionen (wie etwa dem Seh- oder Hörnerv) ohne Schädigung des umliegenden Gewebes.
Präzisionsrobotik
Ein besonders leichter und kompakter Linearbeschleuniger am Roboterarm erreicht alle Körperregionen optimal.
Digitales Bildortungssystem
Diese computergesteuerte Technologie ortet den Tumor kontinuierlich und gleicht Positionsveränderungen und kleinere Patientenbewegungen automatisch aus.
Atmungskompensation
Die dritte technische Spezialität besteht in der Möglichkeit, atembeweglichen Tumoren mit der Behandlung punktgenau zu folgen. So können beispielsweise Lungen-, Leber- und Nierentumoren oftmals in nur einer einmaligen Sitzung ausgeschaltet werden.
Um zu beurteilen, ob Ihre Erkrankung mit einer CyberKnife-Therapie im ERCM behandelt werden kann, können Sie uns aktuelle Bildgebung (z. B. CT, MRT) und relevante Befunde bereits im Vorfeld zusenden oder digital hochladen.
Gerne sendet Ihnen unser Empfangs-Team an Ihre E-Mail-Adresse einen passwortgeschützten Upload-Link.
Wir wissen, wie wichtig Zeit für Sie ist. Deshalb klären wir schnell, ob eine radiochirurgische Behandlung bei uns erfolgreich durchgeführt werden kann oder gegebenenfalls eine andere Therapie für Sie sinnvoll ist. Die individuellen Therapiemöglichkeiten werden im ERCM stets mit Ihnen und einem fachübergreifenden Behandlungsteam gemeinsam besprochen und entschieden. Für die CyberKnife-Therapie müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Sie kommt für einige Patientinnen und Patienten in ausgewählten Situationen infrage, wenn beispielsweise eine Operation nicht möglich oder nicht gewünscht ist.
In Deutschland ist die Behandlungsmöglichkeit mit dem Gamma Knife-System (auch Leksell Gamma Knife genannt) 1994 in München etabliert und 2005 durch das erste deutsche robotergeführte Cyberknife-System ersetzt worden. Entwickelt wurde das CyberKnife an der Stanford University von dem amerikanischen Neurochirurgen Professor John R. Adler. Die Forschung treibt unaufhörlich zukunftsweisende wissenschaftliche Durchbrüche und medizinische Innovationen voran. So erlaubt das CyberKnife im Unterschied zum Gamma Knife eine radiochirurgische Präzisionsbehandlung im gesamten Körper. Durch dynamische Positionsanpassung und innovatives Atemtracking kann zu jeder Zeit der Therapie das Zielgewebe verfolgt und äußerst präzise behandelt werden. Auch eine invasive Fixierung ist bei den modernen radiochirurgischen Verfahren nicht erforderlich, und damit die Behandlung für die Patientinnen und Patienten sehr komfortabel.
Die CyberKnife-Therapie ist sehr schonend. Die meisten Patienten haben keine oder nur geringe, vorübergehende Nebenwirkungen, von denen sie sich rasch wieder erholen. Dazu gehören – je nach individueller Situation, behandelter Körperregion sowie Größe des Zielvolumens – z. B. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit. In seltenen Fällen kann es nach der CyberKnife-Therapie zu einer Schwellung des Gewebes kommen. Diese meist nur vorübergehende Reaktion auf die Präzisionsbehandlung kann typischerweise gut kontrolliert werden.
Schon kurz nach Ihrer Therapie können Sie unser Centrum selbstständig wieder verlassen. Eine erste Kontrolluntersuchung ist typischerweise nach 3 bis 6 Monaten erforderlich. Durch regelmäßige klinische und bildgebende Kontrollen wird Ihr Heilungsverlauf dokumentiert. In der Regel ist eine neue Computer- bzw. Magnetresonanztomographie erforderlich. Diese kann bei uns im ERCM oder an Ihrem Heimatort durchgeführt und postalisch oder digital an uns übermittelt werden. Die Abläufe in unserem Centrum richten sich grundsätzlich nach Ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Befundbesprechungen sind persönlich oder per Videosprechstunde möglich.
In der Regel genügt eine einmalige Behandlungsanwendung, um erkranktes Gewebe erfolgreich auszuschalten. Je nach Art und Lokalisation des Tumors kann die CyberKnife-Therapie auch in mehrere (bis zu 5) Sitzungen aufgeteilt werden. Sollten nach Ihrer Behandlung weitere Neubildungen oder Metastasen entstehen, lässt sich die radiochirurgische Therapie auch erneut anwenden. Dies ist in verschiedenen Situationen gut etabliert und klinischer Standard.
Mit fast allen privaten und immer mehr gesetzlichen Krankenversicherungen bestehen direkte Vereinbarungen zur vollständigen Kostenübernahme für eine CyberKnife-Behandlung. Hierzu gehören die AOK Bayern, die LKK, die KKH sowie die meisten bayerischen BKKs. Sollte in Ihrem Fall die Beantragung einer Kostenübernahme vor Therapiebeginn erforderlich sein, unterstützen wir Sie dabei gerne.
Wenn Sie aus einer anderen Stadt oder dem Ausland zu uns nach München Großhadern in das ERCM anreisen, sollten Sie – je nach Indikation – in der Regel 3 bis 5 Tage für die gesamte Therapiedauer einplanen.